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Findbuch

Findbuch Flörsheim-Dalsheim

Der Leiter des Stadtarchivs Worms, Dr. Bönnen, stellte am 31. März 2011 das sehr reichhaltige Findbuch der Ortsgemeinde Flörsheim-Dalsheim vor. Dieses gliedert sich in eine Ausgabe für Nieder-Flörsheim und 1 Ausgabe für Dalsheim. Darunter seien erfreulicherweise Dokumente, die bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück gehen. Dr. Bönnen bestätigte Ortsbürgermeister volker Henn, dass dies Archivalien in der Verbandsgemeinde Monsheim die mit weitem Abstand größte Sammlung ist. Rund 2000 Dokumente sind erfasst, mehr als in der sonstigen Verbandsgemeinde zusammen.

Nachfolgend finden Sie die Ausgaben für den Ortsteil Nieder-Flörsheim und Dalsheim zum Download.

Ebenso können Sie direkt beim Stadtarchiv Worms das Findbuch einsehen.

Stummorgeln

Einzigartig in Rheinhessen - In Flörsheim-Dalsheim gibt es 3 Stummorgeln

Insgesamt sind in Rheinhessen 37 Stumm-Orgeln aus den Jahren 1723 (Nieder Wiesen) bis 1818 (Wonsheim) erhalten. Die Orgeln in Nieder Flörsheim (1784), Dalsheim (1788) und Mörstadt (1786) wurden von der dritten Generation der Stumms errichtet, als der Orgelbau nach den Kriegen des 17. Jhrds erneut in Blüte stand.

Zu den Auftraggebern Stumms zählten Fürstenhäuser ebenso wie Klöster, Städte und Kirchengemeinden. Das heutige Gebiet Rheinhessen war vor dem Jahr 1792, als französische Revolutionstruppen einrückten, ein politischer Flickenteppich. Von den 190 Gemeinden gehörten 92 zu Kurpfalz, 40 zu Kurmainz und die restlichen 58 verteilten sich auf 32 verschiedene Herrschaften.

Hauptschwerpunkt der Stumms in Rheinhessen war die Gegend um Alzey sowie rund um Bingen, mit einer prominenten Ausnahme: Die Orgel in der Augustinerkirche in Mainz, die mit 34 Registern auf 2 Manualen die größte erhaltene Stumm Orgel in Rheinhessen darstellt.

In mehreren Gemeinden wurden kurz nacheinander in der ev. und kath. Kirche Stumm-Orgeln aufgestellt, so z.B. in Westhofen (1748/1750), Spiesheim (1773/1774) und Dalsheim (1788/1788), so daß offensichtlich die Qualität über Konfessionsgrenzen hinweg entschied. Die Anfänge der Nieder Flörsheimer Orgel liegen im Dunkeln, da bei einem Einbruch ins Ev. Gemeindehaus auch Akten aus den Jahren 1750-1800 entwendet wurden.

Das Pedal wurde auf 26 Töne erweitert und für die Schleife der Vox Humana zwei neue Register eingebaut. Die Stimmtonhöhe wurde durch Anlängen der Pfeifen verändert und die Orgel durch Absenken des Winddrucksleiser gemacht.
Diese an sich gut gemeinten Maßnahmen führten jedoch in der Folge vermehrt zu Problemen. Unter anderem war durch die Veränderung an der Windlade die Standfestigkeit des Werks akut gefährdet, so dass man sich nach mehreren Anläufen im Jahr 2004 für die Restaurierung entschieden hat. Der Zuschlag ging an die renommierte Firma Förster und Nicolaus in Lich, die sich u.a. durch die Restaurierung von Stumm Orgeln in Mörstadt, Pfeddersheim und Mettenheim hervorgetan hat.
Parallel gründete sich am 3. Mai 2005 der Orgel-Förderverein, welcher seitdem durch verschiedenste Maßnahmen die Restaurierung unterstützt.
Die Orgel wurde im Januar 2007 ausgebaut und in der Werkstatt der Fa. Förster restauriert. Dabei wurde der durch mehrere Gutachten bestätigte originale Bestand der Stumms beibehalten und spätere Änderungen zurückgenommen. Die Wiedereinweihung fand am 16.06.2007 statt. Die Renovierung ist nicht vollständig abgeschlossen, da aus finanziellen Gründen nicht alle Register wieder hergestellt wurden und einige spätere Änderungen beibehalten wurden.

Die mit großem persönlichen Einsatz und handwerklichem Geschick durchgeführten Arbeiten überzeugen im Ergebnis Die Orgel kling wieder wie zu der Zeit Ihrer Erbauung, von leise und besinnlich bis zu gravitätisch / majestätisch: Typisch Stumm Orgel eben !

Zeittafel

Zeittafel

08.09.2012
Begründung der Gemeindepartnerschaft Garons-Flörsheim-Dalsheim anlässlich des 7. Fleckenmauerfestes

02.09.2012
Weihgottesdienst anlässlich der Aufstellung eines Wegkreuzes am Grenzweg

17.08.2012
Ernennung von Susanne I. - Susanne Bähr - zum Fräulein von Flörsheim mit Junker Albrecht Engel

19.08.2011
Ernennung von Sonia I. - Sonia Scherner - zum Fräulein von Flörsheim

15.08.2011
Einweihung des neu gestalteten Bahnhofumfeldes durch Innenminister Roger Lewentz

21.04.2011
Gründung des Vereinsring Flörsheim-Dalsheim e.V.

30.01.2011
Die Hinweistafeln an der Autobahn A61 "Fleckenmauer Flörsheim-Dalsheim" werden offiziell übergeben

11.09.2010
Einweihung der Aussichtsplattform oberhalb des Ortsteils Dalsheim

04.09.2010
Einweihung Kunstrasenplatz

20.08.2010
Erstmalige Ernennnung der Ortsrepräsentantin, dem Fräulein von Flörsheim, Hanna I. - Hanna Christmann - aus dem Flörsheimer Hof-Claus Christmann und Junker Lars Schmitt

21.08.2009
Einweihung des Weedenplatzes und des Gessels mit Toilettenanlage anlässlich des Nieder-Flörsheimer Marktes

23.05.2007
Einweihung des 3. Gruppenraums in der Kindertagesstätte Kunterbunt

17.12.2005
Patrick Baum wird Tischtennis-Weltmeister im Jungen-Einzel

12.04.2003
Fusion der Männerchöre „Frohsinn“-Nieder-Flörsheim und „Eintracht“-Dalsheim

Juli 2000
Einweihung des neuen Sportplatzgeländes

Mai 2000
Einweihung des neuen Bürgerhauses, ehemals Deutsches Haus

1998
Eintrag im Guinnesbuch der Rekorde als meistprämierte Weinbaugemeinde

07.06.1997
Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses

12.04.1996
Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus

1991
Gründung des Vereins für Kinder "Die Wonnegauner" e.V.

1985
Gründung des Heimatvereins Flörsheim-Dalsheim

1977
Gründung des Malteser Hilsdienstes e.V. / Ortsgruppe Flörsheim-Dalsheim

1968
Im Zuge der Regionalreform wird die Ortsgemeinde Flörsheim-Dalsheim Teil der Verbandsgemeinde Monsheim.
Die Ortsgemeinde hat 2623 Einwohner.

1964/1966
Wird die gemeinsame Hauptschule zwischen Dalsheim und Nieder-Flörsheim gebaut.

1947
Rheinhessen wird Teil des neu geschaffenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

1929
Hat Dalsheim 1030 Einwohner.

1921
Gründung des Turn- und Sportvereins Dalsheim.

1920
Gründung des Rad- und Motorsportvereins in Dalsheim.
Verkauf der Synagoge in Nieder-Flörsheim.

1913
Einweihung des Dalsheimer Kriegerdenkmals am Unteren Tor.

1912
Nieder-Flörsheim hat 800 Einwohner und u.a. schon folgende Vereine:
Konsumverein, Ortskrankenkasse, Geflügelzuchtverein, Gesangverein, Krieger- und Soldatenverein, Turnverein, Flottenverein und eine Spar- und Darlehenskasse.

1910
Philipp Merkel III. baut in Dalsheim einen Kindergarten mit Krankenpflegestation.
Gründung des Geflügelzuchtvereins Dalsheim.

1905
Nieder-Flörsheim und Dalsheim haben zusammen 1580 Einwohner.

1901
Haben die meisten Häuser in den Gemeinden schon eigenen Wasseranschluß.

1896
Gründung des Gesangvereins „Eintracht“ in Dalsheim.
Bau der Schule am „Untertor“ in Dalsheim.

1892
Werden zu Ehren des neuen Deutschen Reiches auf der Flörsheimer Weed fünf Bäume gepflanzt.

1885
Umbau der katholischen Pfarrkirche in Dalsheim.
Der „Römerplatz“ entsteht.

1882
Gründung des Turnerbundes Nieder-Flörsheim.

1867
Die Bahnlinie Worms-Alzey wird gebaut.

1846
Gründung des Gesangvereins „Frohsinn“ in Nieder-Flörsheim.

1842
Gründung des Gesangvereins „Sängerlust“ in Dalsheim.

1840
Die beiden Tore der „Fleckenmauer“ werden entfernt, Wall und Graben geschleift.
Die „Rüsterbäume“ um den Wall werden gefällt und versteigert.

1829
Die Kirche in Nieder-Flörsheim erhält einen neuen Turm.

1826
Neubau der Landstraße von Worms nach Alzey.

1818
Gründung der Provinz Rheinhessen als Teil des Großherzogtums Hessen.
Nieder-Flörsheim hat 613 und Dalsheim 518 Einwohner.

1798-1814
Nieder-Flörsheim und Dalsheim gehören zum französischen Department Donnersberg.

1787
Nieder-Flörsheim hat 587 und Dalsheim 467 Einwohner.

1785-1788
Renovierung der katholischen und der reformierten Pfarrkirchen in Dalsheim (beide erhielten Orgeln der Gebrüder Stumm)

1784
Renovation der lutherischen Kirche in Dalsheim.

1738-1742
Bau der lutherischen Kirche („Untere Kirche“) in Dalsheim.

1724
Bau der Schule in Dalsheim durch Pfalz-Zweibrücken.

1712
Einweihung der reformierten Pfarrkirche in Dalsheim.

1710
Renovierung der katholischen Kirche in Dalsheim.

1706
Einrichtung des katholischen Oratoriums im Rathaus in Nieder-Flörsheim.

1705
Einrichtung eines katholischen Dekanats Dalsheim.

1698
In Dalsheim leben noch 17 Familien mit 70 Einwohnern.

1689
Dalsheim wird durch die Truppen Ludwigs XIV fast vollständig zerstört, die meisten der 500 Einwohner sind geflohen.

1617
In Nieder-Flörsheim wird das heutige Haus Hupp in der Untergasse gebaut.

1604
Stirbt Philipp von Rodenstein, Bischof zu Worms.

1529
Philipp von Flersheim wird Bischof zu Speyer.

1525
8000 Bauern versammeln sich in Dalsheim vor der Schlacht bei Pfeddersheim.

1500
In Dalsheim gibt es ein Judenhaus und seither bis heute einen „Judenfriedhof“.

1442
Die Rodensteiner erhalten ein Viertel von Dalsheim als Lehen.

1401
Nieder-Flörsheim besitzt „seit altersher“ 257 ha Wald bei Enkenbach-Alsenborn (1828 durch Teilung 132 ha).

1400
Pfalzgraf Ruprecht III. erwirbt das halbe Dorf und Gericht Nieder-Flörsheim vom Domstift zu Worms.

um 1400
Bau und Ausbau der „Fleckenmauer“ um Dalsheim.

1395
Im Burgfrieden zu Dalsheim übernimmt der Pfalzgraf Ruprecht II. den Leininger-Besitz in Dalsheim.

1384
Der Bischof von Worms erhält die Gerichtsbarkeit in Nieder-Flörsheim.

1379
Ein Beimung von Dalsheim ist Schuldheiß von Alzey.

1270
Philipp von Falkenstein wird wegen Anmaßung des Vogteirechts zu Nieder-Flörsheim und wegen der Befestigung derr dortigen Kirche exkommuniziert.

1234
In Nieder-Flörsheim wird eine Kirche erwähnt.

um 1230
In Dalsheim werden die kath. Pfarrkirche und die Marien- oder Fabianskapelle wieder errichtet.

um 1200
In Dalsheim und Nieder-Flörsheim werden Wohntürme gebaut.

768
Nieder-Flörsheim wird erstmals urkundlich erwähnt.

766
Dalsheim wird erstmals urkundlich ewähnt.